Feierlicher Gottesdienst zum höchsten und ältesten Marienfest

Prackenbach, den 15.08.2017

Kräuterbüschel wurden gesegnet

 

Moosbach. Mariä Himmelfahrt, den Festtag den die Kirche am 15. August feiert, ist der höchste und bedeutendste unter den Marienfesten und wird auch als Heimgang Mariens bezeichnet. Die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel ist seit dem 6. Jahrhundet bezeugt und wurde 1950 von Papst Pius XII zum Dogma erhoben.

Den ältesten Marienfeiertag hat der Urlaubsgeistliche Pater Bettoy Joy mit 12 Ministranten und dem Kirchenchor unter der Leitung von Walter Stöger sehr feierlich gestaltet und zum Schluss Kräuterbüschel gesegnet, die der Kath. Frauenbund, einer langen Tradition folgend, gebunden hat.

 

Eine Legende erzählt, als nach dem Begräbnis Marias die Apostel ihr Grab besuchten, schlug ihnen eine Woge köstlichen Wohlgeruchs entgegen. Das Grab war verlassen, dafür aber angefüllt von Rosen und Lilien. Rings um die Grabstätte sprossen und blühten alle die bescheidenen Heilkräuter, welche die Gottesmutter in ihrem Leben geliebt hatte. Seit dem werden am Heimgang der Gottesmutter verschiedene Kräuter zu einem Strauß gebunden und in die Kirche gebracht, die dann vom Geistlichen gesegnet werden.

Ursprünglich nutzte man 77 Kräuter, auf jeden Fall musste es eine magische Zahl sein. Heute sind es je nach Region 15 oder 21, manchmal auch nur neun oder sieben oder auch nur 12 nach den Aposteln. Zu den allerwichtigsten zählen Salbei, Lavendel, Petersilie, Huflattich, Johanniskraus, Wermut, Pfefferminz, Kamille, Holunder, Kreuzraute oder auch Majoran.

So haben die Mitglieder des Kath. Frauenbundes Moosbach heuer wieder in einer Gemeinschaftsarbeit Kräuterbüschel gebunden. 80 duftende Exemplare entstanden unter den geschickten Händen von sechs Frauen, die sich bei der Vorsitzenden Hedwig Plötz in Mitterdorf zusammen fanden.

 

Bevor Pater Bettoy Joy am Schluss der Messfeier die Gottesdienstbesucher mit dem Segen entließ, bat er den Segen Gottes auf die Kräuterbüschel herab und besprengte sie mit Weihwasser und Weihrauch. Die geweihten Kräuterbüschel wurden anschließend von einigen Mitgliedern des Frauenbundes für eine Spende an die Kirchenbesucher verteilt.

 

Foto: Kräutersegnung von Pater Bettoy

 

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