Pfarrausflug war ein voller Erfolg

Prackenbach, den 03.10.2016

Prackenbach/Moosbach. Der Ausflug der Pfarreiengemeinschaft Moosbach, Prackenbach und Krailing ging diesmal in das südliche Niederbayern zu zwei bekannten Wallfahrtsorten. Zu diesem Ausflug konnte die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Prackenbach, Frau Margit Eidenschink gut 40 Teilnehmer begrüßen. Besonders begrüßte sie Pater Alfons, der die nächsten Wochen den erkrankten Pfarrer Josef Drexler vertreten wird. Erster Anlaufpunkt war der Bruder Konrad Hof in Parzham. In diesem 1750 erbauten Rottaler Vierseithof wurde 1818 der Heilige Bruder Konrad geboren. Um diesen schönen Vierseithof vor dem Verfall zu retten, hat sich ein Bruder-Konrad-Verein gegründet, der diesen Wallfahrtsort mit einem Museum, mit Führungen, Klosterladen und Ausstellungen am Leben erhält. Vor einer Führung durch die Gebäude wurde zur Einführung ein Film über das Leben von Bruder Konrad gezeigt. Darin wurde deutlich, wie schon seine Kindheit von den christlichen Werten geprägt wurde. Gebet und Arbeit waren Zeit seines Lebens seine wichtigsten Säulen. Demut, Bescheidenheit und Einfachheit zeichneten ihn aus, so dass er auch heute noch vielen Menschen als großes Vorbild und auch als Mahnung dienen kann. 1849 trat er in den Kapuzinerorden in Altötting ein. 41 Jahre lang war Bruder Konrad Pförtner im Kloster St. Anna bis zu seinem Tod am 21. April 1894.

Bei einer anschließenden Führung durch den Venushof, wie er früher geheißen hat, erfuhr man noch viel über das frühere Leben auf dem Hof, aber auch über die heutige Entwicklung dieses Wallfahrtsortes. Inzwischen kommen Wallfahrer aus der ganzen Welt mit ihren Anliegen zu Bruder Konrad. So wird von vielen Ehepaaren berichtet, die zu Bruder Konrad pilgern, damit sich ihr Kinderwunsch erfüllen möge. Nachdem es diesbezüglich einige überraschende und unerklärliche Ereignisse gegeben hat, hat der Fernsehkanal „Bibel-TV“ einen Film gedreht, der am 14. Oktober um 21.41 Uhr gesendet wird. Nach dem Mittagessen in einem nahegelegenem Gasthaus ging es zum Marienwallfahrtsort Sammarei. In einer beeindruckenden Führung wurde der Gruppe erklärt, wie es zu diesem Wallfahrtsort gekommen war und warum diese Kirche heute ein so beliebter Wallfahrtsort geworden ist. Im Jahre 1619 wurde ein neben der Kapelle stehender Bauernhof ein Raub der Flammen. Dabei fielen brennende Äste der umstehenden Bäume auf das Dach der Kapelle, ohne sie in Brand zu stecken. Ein dicht neben der Kapelle stehender Apfelquittenbaum war beim Brand des Hofes ganz versengt worden. Zur großen Verwunderung fing der Ast, der der Kapelle am nächsten hing, wieder zu blühen an und trug besonders schöne Früchte. Die Kurfürstin Elisabeth, die Gemahlin Maximilians, der man die Früchte zum Geschenk machte, fand, sie habe noch nie so wohlschmeckende Quitten gegessen. Daraufhin entschloss man sich zum Bau einer Wallfahrtskirche, wobei die neue Kirche über die Kapelle gebaut wurde. Die vielen hundert Votivtafel in der Kirche zeugen von der Dankbarkeit und Frömmigkeit der Besucher und Hilfesuchenden. Nach der Führung wurde noch ein Rosenkranz gebetet und durch Pater Alfons ein Vorabendgottesdienst gefeiert.

Bevor es wieder heimwärts ging, machte man noch eine kurze Rast in einem nahegelegenen Gasthaus, wo Zeit blieb über die vielen interessanten Eindrücke zu diskutieren. Auf der Heimfahrt bedankten sich die Sprecherinnen der Pfarrgemeinden Margit Eidenschink und Maria Rackl noch bei Pater Alfons für die Begleitung, den Gottesdienst und für die schönen Lieder, die er vorgetragen hatte. Der Dank galt auch Ferdinand  Klement, der alles wieder so vorbildlich mit organisiert hat. Alle waren sich einig, dass dieser Pfarrausflug besonders gelungen und sehr informativ und harmonisch verlaufen ist.

 

Foto: Konradshof

 

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