Fronleichnamsprozession über den Pfahl – Evangelium unter den drei Kreuzen

Prackenbach, den 23.06.2011

Ein herrlicher Blumenteppich vor dem Volksaltar

 

Moosbach. Wenn auch am Nachmittag wieder vereinzelt trübe Wolken aufzogen, begleitete am Vormittag strahlender Sonnenschein die vielen Gläubigen bei der Fronleichnamsprozession, die heuer Pfarrer Josef Drexler zunächst bei den ersten beiden Altären der Familie Kerscher bzw. bei der Pfarrgemeinderatssprecherin Maria Rackl die Evangelien verkündete und anschließend durch den malerischen Pfahl hinauf zur Kreuzigungsgruppe am Kalvarienberg führte, wo der dritte Altar von der Familie Eckl aufgerichtet war.

 

Nach dem Segen zog man dann durch die Viechtacher- bzw. die Hauptstraße, angeführt von der Kapelle Ernst-Pfeffer aus Böbrach und sämtlichen Vereinen – dem „Himmel“ unter dem Pfarrer Drexler die Monstranz mit dem Allerheiligsten trug - dem Chor, Ministranten und den übrigen Pfarrangehöriger zurück zur Kirche, wo das vierte Evangelium verkündet wurde und der Geistliche, wie bei den anderen Altären, seinen eucharistischen Segen spendete.

 

Doch zunächst zelebrierte Pfarrer Drexler feierlich das Hochamt, bei dem er Eingangs die vielen Gottesdienstbesucher, welche die Pfarrkirche bis zum letzten Platz füllten, herzlich begrüßte und ihnen das Fronleichnamsfest erklärte, das seit über 600 Jahren mit einer Prozession gefeiert wird, während das Allerheiligste in Form einer Hostie durch die Ortschaften und Städte getragen wird. Es ist der Leib unseres Herrn Jesus Christus, der sich aus Liebe für uns hingegeben hat, dass wir das Leben haben, so der Pfarrer.

 

Als Predigt trug Pfarrer Drexler einen eucharistischen Hymnus auf das Allerheiligste Altarsakrament vor, ein Preislied auf den Leib Christi in Gestalt der Hostie. Es ist zu finden unter anderem in Rückers Gesangbuch von 1867, gebräuchlich in der Erzdiözese Breslau, in dem es im letzten Absatz heißt:

„Dornenvoll ist unsre Reise und der Weg zur Heimat (im Himmel) weit. Darum wirst du uns zur Speise, reich an Kraft und Süßigkeit. Um sie selig zu verklären, will dein Leib uns Pilger nähren. Sei gelobt ohne End im hochheiligen Sakrament.“

 

Nach dem Rückzug der Prozession in die Pfarrkirche sprach der Geistliche den Frauen des Kath. Frauenbundes ein herzliches Vergelt´s Gott für den herrlichen Blumenteppich aus, der in besonderer Weise eine Verehrung des Allerheiligsten ist. Er dankte auch allen, die in irgend einer Weise mitgeholfen haben, das Fronleichnamsfest vorzubereiten und durchgeführt haben, insbesondere Franz Xaver Pongratz, der bei der Prozession für Ordnung sorgte und lud unter anderem die Himmelträger der KLJ, Vorbeter und Chor zu einer Brotzeit ins Gasthaus Freund ein.

 

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